Akku von iPhone & Co.:
Mythen & Tipps von Pflege bis
zum Batteriewechsel 


Schluss mit Akku-Mythen! 
Das erwartet dich in diesem Beitrag:
 
Erfahre, wie das intelligente Batteriemanagement von Apple wirklich funktioniert und mit welchen einfachen Tipps du die Akkukapazität deines iPhone und MacBook langfristig hochhältst. Wir klären auf, warum Hitze der grösste Feind ist, was optimiertes Laden bringt und woran du erkennst, wann ein iPhone-Akkuwechsel die beste Entscheidung für dein Gerät ist.


27.02.2026 8:43 | Linda Schenker

Was passiert eigentlich im Akku?

Bevor wir zu den Tipps kommen, müssen wir kurz verstehen, womit wir es zu tun haben. In deinem iPhone und MacBook stecken Lithium-Ionen-Akkus. Diese Technologie ist aktuell der Goldstandard, weil sie schnell lädt, wenig wiegt und eine gute Leistung bietet.

Warum altern Akkus?

Ein Akku ist kein statischer Tank, sondern ein chemisches System, das mit der Zeit an Speicher verliert. Am Anfang nimmt er Energie gut auf und gibt sie effizient wieder ab; mit der Zeit kann er weniger speichern und wird somit schneller leer. 

Wie altern Akkus?

  • Chemisches Altern: Das geschieht ganz von allein durch Zeitablauf, unabhängig davon, ob du das Gerät nutzt oder nicht.
  • Nutzungsverschleiss: Das sind die Ladezyklen. Ein Zyklus ist abgeschlossen, wenn du insgesamt 100 Prozent der Akkukapazität verbraucht hast (zum Beispiel heute 50 Prozent und morgen 50 Prozent).
DQ Solutions Mitarbeiter öffnet iPhone

In den DQ Solutions Service-Centern kannst du den Akku deines iPhone schweizweit wechseln lassen. (Foto: Linda Schenker)

Laden im Alltag: Mythen vs. Realität

Hier wird es spannend, denn beim Thema Laden scheiden sich die Geister. Gehen wir die häufigsten Mythen rund um die Akkugesundheit durch:

Ist Laden über Nacht schädlich?

Früher hiess es: «Zieh den Stecker, sonst überlädst du!» Heute ist das aber nicht mehr der Fall. Moderne Apple Geräte sind intelligent. Sie stoppen den Stromfluss, sobald 100 Prozent erreicht sind. Dank der Funktion «optimiertes Laden» über Nacht verlangsamt dein iPhone sogar bei 80 Prozent das restliche Laden, bis du kurz vor dem Aufwachen bist.


Muss ich den Akku immer komplett leer machen?

Bloss nicht! Der sogenannte «Memory-Effekt» gehört in die Zeit von Nickel-Cadmium-Akkus rund um die Jahrtausendwende. Lithium-Ionen-Akkus mögen eine Tiefentladung von 0 Prozent so gar nicht. Am besten erhalten bleiben sie bei einem dauerhaften Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent. Wer sein iPhone ständig auf 0 Prozent entlädt, stresst die Chemie unnötig und beschleunigt den Alterungsprozess.


Kann das MacBook dauerhaft am Strom bleiben?

Ja, aber mit einem kleinen Aber. macOS verfügt über ein Batteriemanagement, das erkennt, wenn dein MacBook überwiegend am Netzteil hängt. Es reduziert dann die maximale Ladung manchmal auf etwa 80 Prozent, um die Lebensdauer zu verlängern. Es ist dennoch gesund, das MacBook gelegentlich im Akkubetrieb zu nutzen, um die Elektronen «in Bewegung» zu halten.

Ausschnitt von MacBook Innenleben

Der Akku eines MacBook ist eine technische Komponente, die ausgetauscht werden kann. (Foto: Nikolai Chernichenko / unsplash)

Apple Features und externe Einflüsse

Apple hat Features eingebaut, die viele Benutzer:innen ignorieren oder aus Ungeduld sogar deaktivieren.
Das ist schade, denn sie sind der beste Schutz für deine Hardware.

Optimiertes Laden bei Apple nutzen

Apple hat Features eingebaut, die viele Benutzer:innen ignorieren oder aus Ungeduld sogar deaktivieren. Das ist schade, denn sie sind der beste Schutz für deine Hardware.

  • iPhone: Unter Einstellungen, Batterie, Batteriezustand & Ladevorgang findest du die Funktion «optimiertes Laden». Das iPhone lernt deine täglichen Laderoutinen. Wenn du es nachts lädst und das Gerät als Wecker nutzt, bleibt es bei 80 Prozent stehen und füllt die restlichen 20 Prozent erst kurz bevor es dich weckt.
  • MacBook: Funktioniert genauso wie beim iPhone (und iPad). Wenn du dein MacBook Pro oft stationär am Ladekabel nutzt, wird es nicht permanent auf 100 Prozent geladen, was die chemische Alterung massiv bremst.

Lass diese Funktionen also unbedingt aktiviert. Apple ist hier nicht restriktiv, sondern schützt dein Gerät vor unnötigem Verschleiss.

Hitze und Kälte schaden dem Akku besonders

Wenn es eine Sache gibt, die deinen Akku wirklich ruiniert, dann sind es extreme Temperaturen.

  • Hitze: Temperaturen über 35 °C können die Akkukapazität dauerhaft schädigen. Lass dein iPhone im Sommer niemals auf dem Armaturenbrett im Auto liegen! Auch das MacBook auf dem Sofa oder einer weichen Decke zu nutzen, ist kritisch, da die Lüftungsschlitze verdeckt werden und sich Hitze staut.
  • Kälte: Zudem führt extreme Kälte dazu, dass der Akku kurzzeitig weniger Leistung bringt oder das Gerät sich abschaltet. Das ist dir vielleicht bei einem Spaziergang im Winter schon einmal aufgefallen, bei dem dein iPhone sich relativ schnell entleert hat. Das ist zwar meist nicht dauerhaft schädlich, aber im Moment nervig.


Übrigens: Wenn dein iPhone die Meldung «iPhone muss abkühlen» anzeigt, nimm es sofort aus der Hülle und leg es in den Schatten – und bitte NICHT in den Kühlschrank, wegen der Kondenswassergefahr.

 

Zubehör und Lagerung

Natürlich ist es verlockend, dass das Ersatzkabel bei grossen Versandhändlern nur 10 Franken kostet. Doch hier sparst du am falschen Ende. Wir bei DQ Solutions bekommen oft Geräte zur Reparatur mit defekten Ladebuchsen oder «aufgeblähten» Akkus, die durch minderwertige Netzteile verursacht wurden.

Originalqualität und passende Netzteile

Achte auf die MFi-Zertifizierung («Made for iPhone/iPad»). Diese Chips im Kabel kommunizieren mit deinem Apple Gerät und regeln die Stromspannung präzise. Billig-Kabel haben oft Schwankungen, die die Ladeelektronik deines iPhone beschädigen können.


Kannst du dein iPhone eigentlich mit dem grossen MacBook Netzteil laden? Ja! Das iPhone nimmt sich nur so viel Strom, wie es verträgt. Umgekehrt wird es schwieriger. Ein iPhone Stecker hat nicht genug Power, um ein MacBook effizient zu laden. Zertifizierte Geräte für die Stromversorgung oder Kabel und Adapter findest du bei uns im Shop.


Lagerung: Wenn das Altgerät verstaut wird

Hast du ein altes iPhone als Ersatz in der Schublade oder nutzt dein MacBook im Urlaub nicht? So pflegst du den Akku in der Zeit am besten:

  • Belasse die Ladekapazität auf 50 bis 70 Prozent.
  • Dann schalte es komplett aus.
  • Nicht leer lagern! Ein leerer Akku kann in die Tiefentladung rutschen und sich danach nie wieder einschalten lassen.
  • Nicht voll lagern! Ein vollgepumpter Akku steht unter chemischer Spannung, was bei langer Lagerung die Kapazität mindert.
Hände öffnen ein iPhone Verschalung

Oft lohnt sich der Batteriewechsel beim iPhone, damit das Gerät wieder leistungsfähig wird. (Foto: Linda Schenker)

Akku-Check: Wann ist ein Service nötig?

Damit du nicht im Dunkeln tappst, bietet Apple dir integrierte Werkzeuge an, mit denen du die Gesundheit
deines Akkus jederzeit checken kannst. So weisst du genau, wann es Zeit für einen Besuch bei uns im Service ist.

Akkukapazität beim iPhone und MacBook prüfen

  • Auf dem iPhone: Gehe unter Einstellungen zu Batterie, dann zu Batteriezustand & Ladevorgang. Dort siehst du die maximale Akkukapazität deines iPhone. Dieser Prozentwert zeigt an, wie viel Energie dein Akku im Vergleich zu einem fabrikneuen Zustand noch speichern kann. Sinkt dieser Wert unter 80 Prozent, weist dich iOS meistens automatisch darauf hin, dass ein Service empfohlen wird, da die Leistung beeinträchtigt sein könnte.
  • Auf dem MacBook: Klicke oben links auf das Apple Logo und gehe in die Systemeinstellungen und weiter zu Batterie und klicke dann auf das kleine i oder den Button Batteriezustand. Hier zeigt dir macOS den Status an. Idealerweise steht dort «Normal». Wenn dort «Service empfohlen» erscheint, hat die Kapazität deines MacBook deutlich nachgelassen.


Wann sollte man den MacBook oder iPhone Akku wechseln?
Irgendwann ist jeder Akku am Ende seiner Lebensdauer. Sinkt die Kapazität unter 80 Prozent oder erscheint der Hinweis «Service empfohlen», lohnt sich ein Austausch – nicht nur für die Zuverlässigkeit, sondern auch für die Performance. Da das System die Geschwindigkeit oft drosselt, um Abstürze zu vermeiden, wirkt eine neue Batterie wie eine Verjüngungskur für dein gesamtes Gerät.

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